Warum eine gute Geschichte das mächtigste Marketing-Tool ist.

Wir alle lieben gut erzählte Geschichten. Sie können uns emotional ergreifen und die Art und Weise verändern, wie wir fühlen und denken. Oft bringt es uns denen näher, die uns eine Geschichte erzählen und ihre Erfahrungen, Ideen, Perspektiven und Fakten mit uns teilen.

Wenn man genauer hinschaut, sieht man, wie Geschichten unsere Gesellschaften, Kulturen und unsere Historie geprägt haben.

Was wäre Sir Isaac Newtons Gravitationsgesetz ohne die Geschichte um den Apfel, der ihm auf den Kopf fiel? Warum hat William Shakespeares Romeo und Julia so viele Menschen über Generationen hinweg fasziniert? Es ist im Grunde nur eine „Junge liebt Mädchen“-Geschichte und schrägerweise sterben beide am Ende.

Es geht hierbei um die Reise, die die Protagonisten unternehmen und die Dinge, die sie dabei fühlen und erleben – die Herausforderungen, die sie meistern. Wir als Zuschauer können uns mit diesen Erlebnissen und Gefühlen identifizieren und so die Erfahrungen hautnah nachempfinden. Wir involvieren uns emotional.

Aber warum ist das so?

Die Fähigkeit, Geschichten zu verstehen, ist tief in unseren Gehirnen verankert. Mit der Entstehung erster Gesellschaften entwickelten sich immer komplexere soziale Interaktionen und Notwendigkeiten. Der rege Austausch von Erlebnissen und Erkenntnissen – das mündliche überliefern markanter Geschehnisse – trug dazu bei, tiefere Bindungen zwischen Menschen zu formen. Durch die steigende Anzahl von Geschichten, formte sich ein kollektiver Bezugsrahmen – eine gemeinsame Kultur.

Wissenschaftliche Studien haben gezeigt, dass sich die Hirnwellen zwischen Geschichtenerzähler und Zuhörer angleichen. Es entsteht eine Verbindung. Wir erzählen Ihnen hier also keine Geschichten …

Aber was hat das mit Ihrem Tagesgeschäft zu tun?

Ganz einfach: Geschichten sind 22-mal einprägsamer als Fakten allein und Untersuchungen haben gezeigt, dass 70-80% unserer Entscheidungen emotional getrieben werden.

Kontext oder ein Bezugsrahmen macht trockene Fakten verdaulicher und einprägsamer. Selbst wenn Sie nur ein paar „schnelle Fakten“ teilen wollen, wird Ihnen ein größerer Kontext oder „ein roter Faden“ dabei helfen, diese besser zu vermitteln. Eine Geschichte muss nicht kompliziert sein. Sie kann aus Anfang, Mitte und Ende bestehen. Das hilft ungemein dabei, dass ihre Zuhörer Ihnen besser folgen, Sie besser verstehen und sich Ihre Inhalte besser merken können.

Aber eine gute erzählte Geschichte kann so viel mehr. Sie kann einen Narrativ schaffen, auf den sich Menschen tatsächlich beziehen, und nach dem sie handeln können.

Ein Shirt ist nicht einfach nur ein Shirt, wenn es mit dem Nike „Swoosh“ bedruckt ist. Wenn man es trägt, wird man Teil einer größeren Geschichte, die von Nike erzählt wird.

Ein Apple iPhone ist eben auch nicht nur ein Smartphone. Es gibt unzählige, tolle Alternativen, aber wenn Sie ein iPhone besitzen, gehören Sie zur Gruppe der Kreativen. Sie gehören zu den Menschen, die den Status quo in Frage stellen. 

Geschichten bringen die Menschen dazu, sich emotional zu involvieren. 

Große Marken kennen und nutzen die Kraft der Geschichten. Jedes Mal, wenn wir eine Werbung von Nike, Apple, McDonald’s oder anderen großen Marken sehen, bekommen wir eine Geschichte erzählt. 

Hier sind zwei der oben genannten Beispiele:

Nike

Nikes „Just Do It“ erzählt eine, für viele von uns, sehr nachvollziehbare Geschichte. Wenn wir über das Sportmachen nachdenken und eigentlich loslegen sollten, bleiben wir vielleicht doch lieber zu Hause… auf der Couch. Es regnet, es ist kalt, ich bin müde…

Die Kernbotschaft von Nike ist: Komm schon, raff Dich auf, finde keine Ausreden mehr. Sei einer von uns. Just Do It!

Apple

Der Kern der Apple Markenidentität ist bis heute Teil der „Think different“ Kampagne aus dem Jahr 1997. Apple zeigt historische Figuren wie Albert Einstein, Mahatma Gandhi, Salvador Dali, Dr. Martin Luther King Jr. mit ihrer Vision für ein bessere Zukunft – obwohl sie selbst niemals ein Apple-Gerät besessen oder benutzt haben. 

Indem Apple diese einflussreichen Personen in ihren Narrativ einbezieht, hat das Unternehmen eine Marke aufgebaut, die diejenigen anspricht, die verrückt und mutig genug sind, den Status quo trotz Widerstand herauszufordern. Durch den Besitz eines Apple-Produkts „werden“ Sie zu einer dieser Personen.

Ist das nicht mächtig?

Es spielt keine Rolle, über welche Kanäle Sie kommunizieren: eine Social-Media-Kampagne, eine komplette Marketingkampagne, ein Kurzfilm, Flyer oder eine Online-Präsentation vor Ihren Kollegen oder Publikum. Es sind immer Menschen, die Sie ansprechen. Und bevor Sie Menschen inspirieren und zum Handeln bewegen können, müssen Sie sie emotional erreichen. Eine gute Geschichte ist in dieser Hinsicht das mächtigste Werkzeug, was Sie nutzen können.

Wir haben 5 Tipps, wie Sie Ihre Geschichte entwickeln können.

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Alles im Leben ist Problemlösung. Das gilt für Unternehmen und Menschen gleichermaßen. Es gibt immer eine Herausforderung zu meistern. Und danach wartet schon die nächste.

Was ist die aktuelle Herausforderung, vor der Sie stehen und warum sollten Ihre Zuhörer davon wissen?

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Die einfachste Struktur einer Geschichte:

Anfang: Wer sind Sie und was treibt Sie an? Was ist die Herausforderung?

Mitte: Erzählen Sie von den Anstrengungen, diese Herausforderung zu meistern.

Ende: Wie haben Sie das Problem gelöst, was haben Sie auf dem Weg gelernt? Was ist Ihre „neue Normalität“ und wie hat das Ihr Leben verändert?

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Finden Sie das Drama in Ihrer Geschichte. Drama regt Ihre Zuhörer an und erzeugt einen natürlichen Spannungsbogen, der Ihren Zuhörern dabei hilft, sich Fakten besser zu merken.

Zum Beispiel: Oft kann es sehr emotional sein, (seinen) Herausforderungen zu begegnen und sie zu bewältigen. Teilen Sie Ihre persönlichen Erfahrungen und Ihre Reise. Und seien Sie dabei DRAMATISCH.Es wurde kein Alt-Text für dieses Bild angegeben.

Ihre Marke, Ihr Produkt oder Ihre Dienstleistung sollte niemals der Held der Geschichte sein, die Sie erzählen. Ihre Kunden sind die Helden. Es geht darum, wie Ihre Kunden sich mit Ihrem Produkt oder Ihrer Dienstleistung fühlen und welchen positiven Mehrwehrt es in ihrem Leben erzeugt. 

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Fakten und Zahlen sind wichtig. Sie sind die unverzichtbaren Zutaten einer großartigen Geschichte. Das menschliche Gehirn ist jedoch nicht darauf ausgelegt, Fakten „auf die Schnelle“ und ohne einen Bezugsrahmen zu verarbeiten und sich zu merken. Es braucht ein „Zahlen- und Fakten Auslieferungssystem“ – in den meisten Fällen ist eine gute Geschichte genau das.

 

Wir bei TIANBERLIN glauben an die Kraft großer Geschichten.
Was ist Ihre Geschichte?

Sebastian Ketter

Sebastian Ketter

gründete TIANBERLIN im Jahr 2003 mit dem Ziel, großartige Präsentationen zu erstellen, die Menschen bewegen und zum Handeln überzeugen. Er ist immer auf der Suche nach neuen Wegen, wie man großartige Präsentationen halten und das Publikum zum Staunen bringen kann.
Sebastian Ketter

Sebastian Ketter

gründete TIANBERLIN im Jahr 2003 mit dem Ziel, großartige Präsentationen zu erstellen, die Menschen bewegen und zum Handeln überzeugen. Er ist immer auf der Suche nach neuen Wegen, wie man großartige Präsentationen halten und das Publikum zum Staunen bringen kann.